Das Wesen des Yin

Yin ist die tiefe, nächtliche Kraft.
Sie ist kühl, nährend, empfangend.
Sie verbirgt sich in den Knochen, Sehnen und im markhaltigen Inneren des Körpers.
Yin-Praktiken dienen daher nicht der Kraft des Muskels, sondern der Ruhe des Gewebes und der Durchlässigkeit der Leitbahnen.

Langsamkeit als Medizin

Der Kaiser würde sagen:
„Der Körper heilt nicht durch Anstrengung, sondern durch das rechte Maß.“
In Yin Yoga fließen wir in die Positionen hinein, damit Qi und Blut tief in die verborgenen Schichten sickern können.
Wie Regen, der nur langsam die Erde durchtränkt, benötigt auch Yin-Übung Zeit, um das Bindegewebe zu öffnen.

Die Meridiane als Flüsse

„In Ruhe wird das Trübe klar.“
Wenn Muskeln entspannt sind, treten die Meridiane an die Oberfläche des Bewusstseins.
Yin Yoga wirkt auf die Jing-Luo – die Leitbahnen –, besonders jene, die tief im Körper verlaufen: Nieren-, Leber-, Milz- und Herzbeutelmeridian.
Dies stärkt die Essenz (Jing), beruhigt den Geist (Shen) und harmonisiert das Körper-Seele-Gefüge.

Die Bedeutung der Hingabe

Der Gelbe Kaiser lehrte, dass Widerstand den Fluss stört.
In Yin Yoga bedeutet Hingabe, den Atem weich werden zu lassen und die Schwerkraft für uns arbeiten zu lassen.
Durch diese Absichtslosigkeit entsteht Wu Wei – das Nicht-Tun –, das paradoxerweise tief transformierend wirkt.

Die Rückkehr zum Ursprung

„Wenn Yin voll ist, entsteht Yang.“

Durch das Kultivieren von Ruhe entsteht neue Lebendigkeit.
Yin Yoga nährt den Ursprung: die Nierenenergie, die Reserven des Lebens.
So wird der Körper vorbereitet für Bewegung, der Geist für Klarheit und das Herz für Gelassenheit.

WER VERWEILT, DER HEILT!

jeden Donnerstag, 19.00-20.30 Uhr

hybrid-Unterricht

Du kannst zu mir nach Hause kommen oder dich online via Zoom dazuschalten.

einzelne Stunde: 17€

5 er Karte, die 10 Wochen lang gültig ist: 80€